Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Aktuelle Beiträge zur Autoversicherung – so sparen Sie ohne Wechsel bares Geld

Spätestens gegen Ende eines jeden Jahres stellen sich zahlreiche Autofahrer die Frage, ob sie bei ihrer Autoversicherung nicht Geld sparen können. Akut wird dieses Thema vor allem, weil die meisten Verträge zur Kfz-Versicherung am 31. Dezember auslaufen, sich allerdings dann automatisch um ein weiteres Jahr verlängern. Daher führen zahlreiche Versicherte zwischen Oktober und Ende November einen Vergleich durch, um die Autoversicherung im Fall des Falles noch rechtzeitig kündigen und zu einem günstigeren Versicherer wechseln zu können. Was jedoch viele Autofahrer nicht wissen: Es muss nicht immer der Wechsel zu einem anderen Anbieter sein, denn auch beim eigenen Versicherungsvertrag gibt es Möglichkeiten, bares Geld zu sparen.

Einsparmöglichkeiten ohne Wechsel des Versicherers nutzen

Vor einem Versicherungswechsel scheuen sich nicht wenige Autofahrer, weil zum Beispiel angenommen wird, dass vorübergehend kein Versicherungsschutz bestehen würde. Zudem sind die Bundesbürger ihrer Versicherung verhältnismäßig treu, sodass ein Wechsel oftmals nicht infrage kommt. Trotzdem müssen Sie auch unter diesen Voraussetzungen nicht mehr Geld ausgeben, als es unbedingt notwendig ist. Es gibt nämlich im Zuge der eigenen Autoversicherung einiges an Einsparpotenzial, welches Sie nutzen können. Einfluss auf die Versicherungsprämie hat nämlich nicht nur die Typ- oder Regionalklasse sowie der Schadenfreiheitsrabatt, sondern darüber hinaus beeinflussen die folgenden Merkmale und Eigenschaften ebenfalls die zu zahlende Versicherungsprämie:

  • Höhe der Selbstbeteiligung
  • Jährliche Laufleistung
  • Wer ist als Fahrer eingetragen?
  • Unterbringungsort des Fahrzeuges bei Nacht
  • Monatliche, halbjährlich oder jährliche Zahlung

Wenn Sie an einigen dieser Stellschrauben drehen, können Sie auch im nächsten Jahr (2020) unter Umständen zwischen 20 bis 40 Prozent Ihres aktuellen Beitrages einsparen. Mit welchen Maßnahmen dies im Detail funktioniert, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Selbstbeteiligung vereinbaren spart Versicherungsprämie

Die meisten Bundesbürger nutzen im Rahmen ihrer Autoversicherung nicht nur die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus wird entweder eine Teil- oder eine Vollkaskoversicherung in Anspruch genommen. Meistens verbinden die Kfz-Versicherer eine Kaskoversicherung zwar mit einer Selbstbeteiligung, aber nicht immer geschieht dies automatisch. Haben Sie bisher in Ihrer Teil- und Vollkaskoversicherung noch keine Selbstbeteiligung vereinbart, wäre dies eine hervorragende Möglichkeit, zukünftig an Beiträgen zu sparen. Üblich sind bei der Teilkaskoversicherung eine Selbstbeteiligung von 150 bis 300 Euro und bei der Vollkaskoversicherung beläuft sich der Eigenanteil meistens auf 300 Euro pro Schadensfall. Mit dieser Selbstbeteiligung können Sie Ihren persönlichen Versicherungsbeitrag zum Teil um 20 bis 30 Prozent reduzieren.

Wo ist das Fahrzeug über Nacht untergebracht?

Eine weitere Einsparmöglichkeit bei Ihrer Versicherungsprämie zur Kfz-Versicherung ist im Bereich des Unterbringungsortes Ihres Fahrzeuges über Nacht zu finden. Allerdings haben zahlreiche Autofahrer hier natürlich nur bedingte Möglichkeiten, entsprechende Änderungen vorzunehmen. Es kann sich beispielsweise nicht jeder Kfz-Halter eine Garage leisten oder dieser Unterbringungsort steht schlichtweg nicht zur Verfügung. Generell können Sie allerdings durch einen Garagenplatz erreichen, dass der Versicherungsbeitrag sich um bis zu 15 Prozent reduziert im Vergleich dazu, dass Sie Ihr Auto nachts am Straßenrand abstellen.

Welche Fahrer sind eingetragen und wie alt sind diese?

Ebenfalls eine Möglichkeit zur Reduzierung Ihrer Versicherungsprämie in der Autoversicherung besteht darin, den beim Versicherer angegebenen Fahrerkreis zu ändern. Nicht selten werden zum Fahrer keine konkreten Angaben gemacht, sondern es gilt der sogenannte unbegrenzte Fahrerkreis. Damit ist Ihr Fahrzeug zwar auf jeden Fall bei einem Schaden versichert, unabhängig davon, wer zum Zeitpunkt des Unfalls oder des Schadens der Fahrer gewesen ist. Der Nachteil besteht allerdings darin, dass die Versicherungsprämie in diesem Fall deutlich höher ist, als wenn Sie zum Beispiel explizit nur zwei Fahrer nennen. 

Für gewöhnlich ist es vollkommen ausreichend, wenn Sie und Ihr Partner als Fahrer gegenüber der Versicherungsgesellschaft eingetragen werden. So können Sie nämlich einiges an Versicherungsprämie sparen, teilweise bis zu 15 Prozent. Noch günstiger wird es, wenn keiner der genannten Fahrer jünger als 25 Jahre alt ist. Dann setzen die Versicherer nämlich eine größere Fahrerfahrung voraus, was das Unfallrisiko statistisch senkt.

Jährliche Laufleistung in Kilometer möglichst genau angeben

Wissen Sie eigentlich, wie viele Kilometer Sie mit Ihrem Fahrzeug im Durchschnitt pro Jahr zurücklegen? Viele Autofahrer schätzen hier sehr großzügig und geben beim Versicherer beispielsweise an, dass die jährliche Laufleistung 25.000 km beträgt. Fahren Sie dann jedoch zum Beispiel nur 15.000 km im Jahr, würde dies zu einem unnötig hohen Versicherungsbeitrag führen. Daher ist es sinnvoll, dass Sie die jährlich zurückgelegten Kilometer möglichst genau kalkulieren und gegenüber dem Versicherer angeben. Schon 5.000 km weniger können dazu führen, dass Sie beim Beitrag bis zu zehn Prozent einsparen können. Mit jedem weniger gefahrenen Kilometer verringert sich nämlich statistisch das Schadensrisiko, sodass die Versicherer demzufolge für mehr gefahrenen Kilometer auch eine höhere Prämien verlangen.

Zahlungsweise als häufig unterschätzter Faktor

Nur wenige Versicherte machen sich über die Zahlungsweise Gedanken, sondern diese wird bei Vertragsabschluss meistens nebenbei festgelegt. In aller Regel gibt es in diesem Bereich die folgenden Auswahlmöglichkeiten: 

  • Jährliche Zahlweise
  • Halbjährliche Zahlweise
  • Monatliche Zahlweise

Die monatliche Zahlung Ihrer Versicherungsprämie ist am ungünstigen, denn dann gibt es eine Art Beitragszuschlag. Dies trifft in Grenzen auch auf die halbjährliche Zahlungsweise zu. Wenn Sie das Einsparpotenzial möglichst optimal ausnutzen möchten, dann entscheiden sich auch für Ihre im kommenden Jahr fällige Versicherungsprämie am besten für die jährliche Zahlweise. Gegenüber der monatlichen oder quartalsweisen Zahlungsweise bietet sich dann ein Einsparpotenzial bei der Versicherungsprämie zwischen fünf bis zehn Prozent.

Werkstattbindung, Immobilieneigentümer und Telematik

Neben den genannten Merkmalen und Eigenschaften gibt es noch weitere Faktoren, die den Beitrag zur Kfz-Versicherung beeinflussen. Dazu gehört beispielsweise die Werkstattbindung. Entscheiden Sie sich für diese Option, können Sie die Versicherungsprämie noch einmal um einige Prozent senken. Sie müssen sich dann allerdings bei einem dem Versicherer gemeldeten Schadensfall an eine kooperierende Werkstatt wenden, die Ihnen der Versicherer nennt. Als Immobilienbesitzer erhalten Sie bei zahlreichen Versicherern ebenfalls einen kleinen Rabatt auf die Versicherungsprämie, auch wenn dies natürlich keine Eigenschaft ist, die Sie unbedingt beeinflussen können. 

Anders stellt sich die Situation bei der sogenannten Telematik dar. Immer mehr Kfz-Versicherer bieten spezielle Telematiktarife an. Diese erfassen Ihr Fahrverhalten, denn ein kleines im Auto installiertes Gerät zeichnet im Grunde sämtliche Fahraktivitäten auf. Aber Vorsicht: Solche Telematiktarife können auch zum Eigentor werden. Fahren Sie nämlich nicht unbedingt vorschriftsmäßig und vorausschauend, kann der Versicherer sogar Ihre zu zahlende Prämie erhöhen. Telematiktarife sind daher insbesondere für sehr vorsichtig und vorausschauend fahrende Kfz-Halter eine Möglichkeit, das Einsparpotenzial bei der Autoversicherung zu nutzen.