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Warum eine Umschuldung sinnvoll ist

Im Rahmen einer Umschuldung wird ein neuer Kredit aufgenommen, um das alte Darlehen abzulösen. Diese Maßnahme bietet sich vor allem dann an, wenn die Zinsen für den laufenden Kredit sehr hoch angesetzt sind. Mit einer Umschuldung haben Sie die Möglichkeit bessere Konditionen zu nutzen. Damit sparen Sie nicht nur bares Geld sondern, profitieren auch von einem ausgedehnten finanziellen Spielraum. Alles zum Thema lesen Sie in diesem Beitrag. 

Warum eine Umschuldung sinnvoll ist

Grundsätzlich gibt es drei Faktoren, welche anzeigen dass eine Umschuldung sinnvoll ist: 

Die Restschuld 
Die restliche Laufzeit 
Der Zinssatz

Als Faustregel gilt: Je höher die Restschuld, umso größer ist das Sparpotenzial. Dasselbe gilt auch für eine lange Rest-Laufzeit. 

In den letzten Jahren ist das allgemeine Zins-Niveau am Markt deutlich gesunken. Haben Sie einen laufenden Kredit, welchen Sie zu höheren Zins-Konditionen abgeschlossen haben, kann das Darlehen durch in eine Umschuldung deutlich günstiger werden.

Wenn Sie inzwischen zusätzliche Sicherheiten bieten können, weil sich Ihr Einkommen beispielsweise erhöht hat, besteht die Möglichkeit einen Umschuldungskredit mit besseren Konditionen zu erhalten. Bessere Konditionen bedeuten, dass Sie niedrigere Zinsen zahlen. 

Die Umschuldung macht auch Sinn, wenn Sie mehr Zeit für die Rückzahlung brauchen. Sie können beispielsweise die Höhe der Kreditrate und / oder die Laufzeit neu vereinbaren. 

Ebenfalls sinnvoll ist die Umschuldung, wenn Sie aktuell mehrere Darlehen bedienen. Sie können diese dann einfach zusammenfassen und zahlen pro Monat nur noch eine Rate, was die Übersichtlichkeit verbessert. Sie haben Ihre Finanzen besser im Blick.

Vielleicht haben Sie Ihr Girokonto auch schon vor längerer Zeit deutlich überzogen?! Dispositionskredite sind in der Regel mit extrem hohen Zinsen verknüpft. Sie können Ihren Dispokredit ablösen und die Zinsbelastung dadurch stark senken. 

Kredit umschulden: Wie sieht der Ablauf aus? 

Sofern Sie einen laufenden Kredit haben, bietet es sich an in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob sich eine mögliche Umschuldung als sinnvoll erweist. Wichtig ist natürlich, dass der neue Kredit bessere Zinskonditionen vorzuweisen hat. Daher bietet es sich an, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen. Gehen Sie dazu am besten wie folgt vor: 

1. Prüfen Sie Ihre Unterlagen
2. Legen Sie den Kreditbetrag und die Laufzeit fest 
3. Stellen Sie die Kreditanfrage 
4. Lösen Sie den Kredit ab

Welche Kredite kann ich umschulden? 

Grundsätzlich lässt sich ein klassischer Verbraucherkredit problemlos umschulden. Sie können dabei selbst entscheiden, ob Sie das Darlehen beim selben Kreditgeber ablösen wollen oder dazu einen anderen Anbieter auswählen. Hier kommt es einzig und allein darauf an, wer Ihnen das günstigere Angebot macht. Sie können auch einen Autokredit umschulden. Sofern Ihre Bank zur Sicherheit den Fahrzeugbrief verwahrt, wird dieser im Rahmen der Umschuldung an den neuen Anbieter ausgehändigt beziehungsweise übertragen. Dabei handelt es sich für gewöhnlich nur eine Formalität. 

Kann ich auch eine Baufinanzierung umschulden? 

Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass der neue Kreditgeber bei eine Anschlussfinanzierung in das Grundbuch eingetragen wird. Sie sind ambitioniert Ihren Hauskredit umzuschulden? Spätestens zum Ablauf der Zinsbindung Ihrer Baufinanzierung müssen Sie sich um eine Anschlussfinanzierung kümmern, sofern noch eine Restschuld offen ist. Im Gegensatz zur Umschuldung eines Verbraucherkredits, müssen dabei spezielle Regeln beachtet werden. Das trifft insbesondere auf Fälle zu, in denen die Sollzinsbindung noch läuft. So muss das Kreditinstitut den Hauskredit-Vertrag welcher durch Grundpfandrechte besichert wurde, nicht vor Ablauf der im Vorfeld vereinbarten Zinsbindung zurücknehmen. Sie haben aber nach Ablauf von 10 Jahren das Recht Ihren Hauskredit mit 6-Monats-Frist zu kündigen und das Darlehen umzuschulden. Und zwar ohne, dass eine Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen ist. Handelt es sich um eine Baunfinanzierung mit variablem Zinssatz, kann dieser jederzeit gekündigt werden. Ebenfalls ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Die Kündigungsfrist beträgt dafür 3 Monate. 

Fazit: Angebote vergleichen lohnt sich

Grundsätzlich kann jedes Darlehen umgeschuldet werden, um von besseren Konditionen zu profitieren. Starten Sie regelmäßig einen Vergleich der zahlreichen Anbieter und suchen Sie sich die für Sie besten Konditionen heraus. Ob beim selben oder bei einem anderen Kreditinstitut spielt dabei keine Rolle.